Die nierenkranke Katze – Blasen- und Harnweg-Probleme bei Katzen

Was ist eine Niereninsuffizienz bei Katzen?

Eine Niereninsuffizienz bedeutet, dass die Nieren nicht mehr richtig arbeiten können. Man unterscheidet dabei zwei Formen:

Akute Niereninsuffizienz

Die akute Niereninsuffizienz ist ein medizinischer Notfall und muss schulmedizinisch behandelt werden – häufig mit Infusionen, eventuell Antibiotika oder alternativ unterstützend mit kolloidalem Silber.

 

Akut bedeutet, dass die Erkrankung erst seit kurzer Zeit besteht. Wird sie früh erkannt und behandelt, können sich die Nieren teilweise oder sogar vollständig regenerieren.

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Chronische Niereninsuffizienz (CNI)

Die chronische Niereninsuffizienz (CNI) ist ein dauerhafter Nierenschaden.

 

Oft wird sie erst erkannt, wenn die Nieren bereits über 65–75 % ihrer Funktion verloren haben. Die Diagnose erfolgt anhand der Blutwerte.

Typische Symptome einer chronischen Niereninsuffizienz

  • Starker Durst
  • Erhöhte Urinmenge
  • Gewichtverlust
  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Müdigkeit und Schwäche
  • Struppiges Fell
  • Schuppen und fehlender Fellglanz
  • Mundgeruch
  • Zahnfleischerkrankungen
  • Nachlassende Hautelastizität
  • Bluthochdruck
  • Im schlimmsten Fall sogar plötzliche Erblindung

 

Viele Katzen wirken dabei apathisch, kraftlos und ziehen sich zurück.


Struvitsteine und Oxalatsteine bei Katzen

Neben der Niereninsuffizienz leiden viele Katzen unter Harnsteinen.

Struvitsteine

Struvitsteine entstehen meist durch:

  • Zu basischen Urin
  • Zu geringe Wasseraufnahme
  • Trockenfutter
  • Zu viel Magnesium
  • Zu viel Phosphor
  • Künstliche Proteinisolate

Zur Auflösung der Steine wird häufig kurzfristig eine ansäuernde Diät eingesetzt.

Oxalatsteine

Wird der Harn jedoch dauerhaft zu stark angesäuert, können sich Calcium-Oxalatsteine bilden. Diese müssen oft operativ entfernt werden.

 

Oxalatsteine entstehen häufig durch:

  • Zu sauren Urin
  • Künstliche Eiweiß-Isolate
  • Minderwertiges Fertigfutter

CBD für nierenkranke Katzen

CBD kann bei Katzen mit Nierenproblemen unterstützend eingesetzt werden.

Mögliche Vorteile von CBD

CBD werden folgende Eigenschaften zugeschrieben:

  • Entzündungshemmend
  • Schmerzlindernd
  • Beruhigend
  • Antibakteriell
  • Appetitanregend
  • Übelkeitsreduzierend
  • Gerade bei Katzen mit:
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Inappetenz
  • Gewichtsverlust
  • Schmerzen durch Harnsteine

kann CBD eine wertvolle Unterstützung sein.

Warum spezielles CBD-Öl für Katzen?

 

 

Nicht jedes CBD-Öl ist für Katzen geeignet.

 

Das CBD-Öl „Cat Edition“ von Hempmate wurde speziell für Katzen entwickelt:

 

  • Ohne Terpene und Phenole
  • Mit MCT-Öl
  • Zusätzlich 20 % Algenöl
  • Hohe Akzeptanz bei Katzen

Wichtig zu wissen

CBD kann die Symptome lindern und unterstützend wirken, ersetzt jedoch keine tierärztliche Diagnose oder Behandlung.


Warum Trockenfutter für nierenkranke Katzen problematisch ist

Die Futtermittelindustrie bietet zahlreiche Nierendiäten an – häufig als Trockenfutter.

 

Das Problem dabei:

Das A und O bei CNI ist Wasser

CNI viel trinken | hundkatzeschmaus.ch

Katzen stammen ursprünglich von Wüstentieren ab und nehmen ihren Flüssigkeitsbedarf hauptsächlich über die Nahrung auf.

 

Beutetiere bestehen zu etwa:

  • 70–80 % aus Wasser

Trockenfutter enthält dagegen oft nur:

  • 5–10 % Feuchtigkeit

Eine Katze kann diesen Flüssigkeitsmangel durch Trinken kaum ausgleichen.


Warum Katzen oft zu wenig trinken

Katzen trinken von Natur aus sehr wenig.

 

Sie decken normalerweise nur etwa:

  • 10–20 % ihres Flüssigkeitsbedarfs über Wasseraufnahme

Der Rest kommt aus der Nahrung.

 

Trinkt eine Katze plötzlich sehr viel, ist das oft bereits ein Hinweis auf Nierenprobleme.

Salz in Diätfutter

Viele Diätfutter enthalten stark erhöhte Mengen an Salz, damit die Katze mehr trinkt.

 

Das Problem:

  • Katzen mit CNI leiden häufig unter Bluthochdruck
  • Natrium belastet zusätzlich die Nieren
  • Die Nieren sollen eigentlich geschont werden

Warum natürliche Nahrung sinnvoll sein kann

 

 

Auch feuchte Nierendiäten bestehen häufig aus:

  • Kohlenhydraten
  • Proteinisolaten
  • Künstlichen Zusätzen

Für einen Karnivoren wie die Katze ist das biologisch nicht ideal.

Hochwertige tierische Proteine statt Isolate

Wichtig ist der Unterschied zwischen:

 

 Natürlichem Fleisch

und

❌ Künstlichen Eiweiß-Isolaten

 

Minderwertige Isolate wie:

 

❌ Sojaprotein

❌ Federprotein

sind schwer verwertbar und können den Organismus zusätzlich belasten.


Warum Proteinreduktion kritisch betrachtet werden sollte Oft heißt es bei CNI:

„Die Katze soll weniger Protein bekommen.“

 

Das Problem:

 

Eine Katze ist ein reiner Fleischfresser.

 

Entscheidend ist daher nicht nur die Menge, sondern vor allem die:

 

  • Qualität der Proteine
  • Wasseraufnahme
  • Phosphormenge
  • Magnesiumgehalte

Ernährungstipps für nierenkranke Katzen

Wasseraufnahme erhöhen

Alle Maßnahmen nutzen, damit die Katze mehr Flüssigkeit aufnimmt:

  • Mehrere Wasserstellen anbieten
  • Trinkbrunnen verwenden
  • Fleisch mit Wasser anreichern
  • Fleischmenüs zusätzlich befeuchten
  • Etwas Milch ins Wasser geben (wenn verträglich)

Hochwertiges Fleisch füttern

Empfohlen werden:

 

 Frisches Fleisch

 naVita-Fleischmenüs

 BARF mit angepasster Rezeptur

Fettanteil erhöhen

Ein höherer Fettanteil liefert Energie und entlastet den Proteinbedarf.

Geeignet sind:

 

 NaVita-Lachsöl
 Dorschlebertran
 Butter
 Enten- oder Gänseschmalz
 Schweineschmalz
 Rahmquark

 Pflanzliche Fette sollten möglichst vermieden werden.

Phosphor und Magnesium niedrig halten

Beispielration für eine 5-kg-Katze

  • 100 g Hühnerfleisch mit Haut

oder

  • 100 g naVita-Fleischmenü
  • 1/2 TL NaVita-Lachsöl
  • 1/2 TL Butter
  • 50 ml Wasser
  • Optional 1–2 TL Rahmquark
  • Zusätzlich:
  • 0,3 g NaVita-petmare als Calciumquelle

Wichtig

Ein ausgewogenes Calcium-Phosphor-Verhältnis ist essenziell.

Futtertiere f. Katzen | hundkatzeschmaus.ch
NaVita-Katzenfutter | hundkatzeschmaus.ch
Frostnager | hundkatzeschmaus.ch

Bewegung und Beschäftigung

Bewegung fördert:

  • Die Durchblutung
  • Den Appetit
  • Die Nierentätigkeit
  • Das Immunsystem

Stressabbau wirkt sich ebenfalls positiv auf die Gesundheit aus.

Was bedeutet das nun für BARF und naVita-Fleischmenüs?

Ja – nierenkranke Katzen dürfen Fleisch bekommen

Nierenkranke Katzen können durchaus:

 

 gebarft

oder

 mit naVita-Fleischmenüs ernährt werden.

 

Wichtig ist jedoch:

 

  • Knochenanteil stark reduzieren oder weglassen
  • Ausreichend Flüssigkeit zuführen
  • Phosphor kontrollieren
  • Hochwertige tierische Fette ergänzen

Trockenfutter möglichst vermeiden

Trockenfutter sollte möglichst:

  • komplett vermieden

oder maximal

  • sehr sparsam eingesetzt werden
Katzenfutter von NaVita | hundkatzeschmaus.ch
George, BKH

Fazit

Bei nierenkranken Katzen sind vor allem entscheidend:

 

  • Hohe Flüssigkeitsaufnahme
  • Hochwertige natürliche Nahrung
  • Wenig belastende Inhaltsstoffe
  • Kontrollierte Phosphor- und Magnesiumwerte
  • Stressreduktion
  • Regelmäßige tierärztliche Kontrollen

Eine artgerechte Ernährung mit viel Feuchtigkeit und hochwertigen tierischen Bestandteilen kann die Lebensqualität der Katze deutlich verbessern.


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