Nierenkranke Hunde natürlich ernähren

Es gibt zwei Formen von Niereninsuffizienz

 

Eine akute Niereninsuffizienz ist ein Notfall und muss schulmedizinisch behandelt werden, mit Infusionen und unter Umständen Antibiotika (alternativ, kolloidales Silber).

 

Bei chronischen Nierenerkrankungen ist es so, dass der Nierenschaden anhand der Blutwerte erst dann zu diagnostizieren ist, wenn die Nieren bereits mindestens die Hälfte ihrer Funktion eingebüsst haben. Durch die hohe Kompensationsfähigkeit der Niere treten die ersten Anzeichen einer Erkrankung erst dann auf, wenn mehr als 65 -75 % des Nierengewebes zerstört ist.

CNI= chronische Nieren Insuffizienz ist nicht mehr reversibel, also nicht mehr heilbar.  Hunde bei denen die Nieren nicht mehr gut genug arbeiten, müssen darum geschont werden.

Aufgabe der Nieren

Die Nieren haben mehrere wichtige Aufgaben zu erfüllen. Arbeiten diese nur noch unzureichend, kann es zu Defiziten in allen Bereichen kommen, wo die Nierenfunktion notwendig ist:

- Ausscheiden von giftigen Stoffwechselprodukten

- Ausscheiden von bioaktiven Substanzen

- Regulation des Wasserhaushaltes

- Regulation des Säure-Basengleichgewichts

- Regulation des Elektrolythaushaltes

- Hormonproduktion

- Vitamin D-3 Aktivierung

- Hunde haben häufig gleichzeitig Herzprobleme, evt. auch Bluthochdruck

 

Zur Ernährung

Hartnäckig hält sich die Idee, dass nierenkranke Hunde eine eiweissarme Nahrung erhalten sollen.

Der Körper braucht aber hochwertiges Eiweiss um die Muskulatur und das Gewebe aufzubauen und erhalten zu können. Es wurde mehrfach wissenschaftlich nachgewiesen, dass es nicht stimmt, dass ein Karnivore eine eiweissarme Nahrung erhalten soll!

 

Eine eiweissreduzierte Nahrung birgt also auch Gefahren wie den Abbau der Muskulatur und Gewebe, zudem wird das Immunsystem geschwächt, die Enzymaktivität wird schlechter und somit baut eben auch das Nierengewebe ab und dies ist fatal.

Fazit; es ist nicht sinnvoll einem nierenkranken Hund eiweissarme  oder gar eiweisslose Nahrung zu füttern.

Sicher aber sollte KEIN (oder nur ein absolutes Minimum) an Trockenfutter gefüttert werden. Niemals würde ein Humanmediziner einem nierenkranken Menschen empfehlen, sich ausschliesslich von staubtrockenen Biskuits zu ernähren. Nierenkranke Menschen werden dazu angehalten sich mit natürlichen Lebensmitteln und nicht "trocken" und künstlich zu ernähren. Mit frischem Fleisch oder naVita-Fleischmenü und Gemüse nimmt der Hund auf ganz natürliche Weise Flüssigkeit auf, nämlich über die Nahrung. Fleisch und Fleischmenü enthalten 70-80% Flüssigkeit, Trockenfutter gerade mal 7-8%

Wichtiger ist es den Phosphatgehalt zu reduzieren, denn durch die CNI ist die Phosphatausscheidung der Niere gestört und dies kann zu einer Urämie ("Urin im Blut = Harnvergiftung") führen. Den Phosphatgehalt reduziert man am einfachsten wenn man die Knochenmenge reduziert oder ganz ersetzt. Ich persönlich setzte da statt dessen das naVita-Petmare (=Lithothamnium eine hochwertige natürliche Calziumquelle aus Meeres-Sediment), auch Eierschalenpulver oder Calziumcarbonat kann verwendet werden um den Calziumbedarf abzudecken. Schüsslersalz; Calcium phosphoricum (D6 ist die empfohlene Potenz)

Diätmenü für nierenkranke Hunde
Diätmenü für nierenkranke Hunde

Bei der Niereninsuffizienz geht es darum, dass so wenig Abfallstoffe wie möglich durch die Nieren ausgeschieden werden müssen. Phosphor sollte reduziert werden. Der Fleischanteil sollte mehr Muskelfleisch ohne Bindegewebe enthalten. Die Notwendige Energiemenge muss bei einer Diät durch Fett und Kohlenhydrate ausgeglichen werden, Der Fettgehalt sollte erhöht werden, vor allem die Omega 3 Fette. Also zum Beispiel Dorschlebertran, Lachs- und Krillöl. Mehr Gemüse und etwas mehr Kohlenhydrate wie z.B. Amaranth, Hirse, Kartoffeln, Kanstanien evt. Teigwaren wenn der Hund es gut verträgt. Vor allem sollte der Hund viel Flüssigkeit durch die Nahrung und das Trinken aufnehmen. (frisst der Hund nur Trockenfutter nimmt er zu wenig Flüssigkeit auf)

Den Nahrungsbrei kann man zum Beispiel mit Lactulose ansäuern. Lactulose ist als Sirup, Pulver und Granulat im Handel (Gatinar®, Duphalac®, Rudolac® + Galactose + Lactose). Es ist in der Schweiz seit 1969 zugelassen.

Bei Lactose, sollte man vorsichtig sein, wenn der Hund das Milcheiweiss nicht gut verträgt bekommt er Durchfall und somit sollte man es nicht weiter verabreichen!

Fructo-Oligosaccharide oder Pektin und Guarkernmehl, kann ebenfalls versucht werden.

Das Ansäuern des Nahrungsbreis hilft die gewünschten Darmbakterien schneller zu vermehren. Der Abfallstoff Amoniak wird so in Ammonium umgewandelt und kann so über den Kot ausgeschieden werden, so wird die Niere ebenfalls entlastet.

 

Weitere sinnvolle diätetische Maßnahmen bei Niereninsuffizienz neben der Phosphorreduzierung sind die Supplementierung von Kalium, Spurenelementen, Coenzym Q10 (z.B. Burgerstein Coenzym Q10) und B-Vitaminen, da ihre Verwertung durch die gestörte Nierenfunktion eingeschränkt ist. Etwas extra Vitamin C kann zusätzlich noch hilfreich sein. Es ist auch besonders wichtig, dass nierenkranke Hunde ausreichend Wasser trinken. Wenn der Hund schlecht trinkt, kann es helfen etwas Milchwasser (Milch ins Wasser) zu geben, um ihn zum Trinken zu animieren. Benutzen Sie kein Salz oder salzige Brühen, um das Wasser schmackhaft zu machen, da nierenkranke Hunde nicht extra Salz

bekommen sollten.

Gemüse mit hohem Gehalt an Carotinen (gelbes, rotes, grünes Gemüse) sollte vermehrt gefüttert werden. Hier kann man auch das naVita-Garten-Mix Getrocknetes Gemüse einsetzen.

Schwefelhaltige Lebensmittel wie Eigelb, Leber, Fisch, Käse, Brokkoli, Obst und pflanzliche Öle sollten gemieden werden. Organfleisch sollte wegen seines hohen Phosphorgehaltes etwas eingeschränkt werden. Kalbsbries = Milke (Thymusdrüse) wäre eine wertvolle Fleischbeigabe. Brennesselsamen (z.B. von Naturkraftwerke) reduzieren zudem das Kreatinin.

Bei den Heilpilzen eignet sich der Cordyceps

naVita-Herbs 6 kann man ebenfalls zur Unterstützung geben

 

Schonendes leckeres Menü für nierenkranke Hunde:

- naVita-Gartengemüse oder frisches Gemüse

- naVita-Fleischmenü preDigestif

- frisches Pouletfleisch (Muskelfleisch) kurz in heissem Wasser abgeschwellt

- naVita-Dorschlebertranöl

- zur Kaliumsupplementierung kann auch das naVita-Kastanienmehl eingesetzt werden

 

...unter dieses Diätmenü können Sie die empfohlenen Medikament Ihres Tierarztes oder Tierheilpraktikers geben.